fluss-frau.ch
Ernährung
Wer in meinen Einkaufskorb blickt, sieht vor allem viel Obst und Gemüse und im Herbst viele Flaschen Most frisch ab Presse. Es scheint mir, als würde ich allein heute so viel Obst und Gemüse allein verzehren, wie wir früher zu Dritt assen (zusammen mit Mutter und Dady). Heute bin ich leichter und schlanker, früher habe ich eine Tendenz zu Fettansätzen gehabt.

Zum Frühstück esse ich einen Teller voll gewürfelt geschnittenen Früchten oder Beeren, die ich mit einem Haferbrei zudecke. Ich koche den Haferbrei mit einer Mischung aus Kokosmilch und Wasser. Dazwischen esse ich auch Käse, Eier, Vollkornbrot und Honig als Frühstück. Das Obst esse ich an diesen Tagen als Vorspeise.

Ich trinke viel Tee aus selber gepflückten Teekräutern oder fein geschnittenem Ingwer zum Frühstück. In letzter Zeit trinke ich jedoch häufiger Kaffee am Morgen und zur Mittagsmahlzeit Tee.

Als Hauptspeisen kommen bei mir fast täglich Kombinationen von verschiedenen Gemüsen, Kartoffeln, salziger Hirsebrei, Vollkorn- oder Fair-Trade-Basmati-Reis, Vollkorn-Teigwaren, Käse auf den Tisch. Ich bin gemässigte Flexitarierin und esse ein- bis zwei Mal pro Woche Rindfleisch oder Fisch. Die ärztinnen haben mir wegen des Eisens praktisch Rindfleisch, Lammfleisch und Wild verschrieben. Ich koche in verschiedenen Variationen und bereite mir gerne ein rassiges Gemüsecurry zu. Im Winter mache ich gerne Ofenkartoffeln samt verschiedenen Ofengemüsen, wie den Wintergemüsen Randen oder Pastinaken, und Käse oder Kräuterquark.

Ich trinke viel Wasser vom Hahn, habe gerne Most frisch ab Presse oder Bio-Apfelschorle. Vom gesammelten Holunder bereite ich auch Holunderblüten-Sirup, den ich gerne zu den Mahlzeiten trinke.

In meinem Einkaufkorb fehlen Büchsennahrung, Fast-Food, verarbeitete Lebensmittel. Wenn ich Milch kaufe, dann Ziegenmilch. Ich benütze Kokosmilch oft zum Kochen anstelle von Milch oder Rahm.

Als Fast-Food esse ich Birchermüesli. Gemüse kann auch roh gegessen werden mit einer selber gemachten Kräuterdip und Pellkartoffeln. Karotten, Zucchetti oder Blumenkohlstücke lassen sich auch in den Rucksack packen und während der Heimfahrt nach einer langen Wanderung mit Hartkäse oder Trockenfleisch und Pumpernickel verspeisen.

Ich kaufe Kartoffeln, äpfel und Eier sowie manchmal Fleisch vom Hochlandrind vom Bauern Sutter aus Aesch bei Birmensdorf.  Wenn ich Zeit habe, pflücke ich Kirschen, Beeren und Kefen bei den Bauernhöfen den Familien Küchler in Neuaffoltern oder Stübi in Mettmenstetten. So komme ich erntefrisch zu hochwertigen Nahrungsmitteln. Bei Küchlers kaufe ich manchmal Büffelmilch und Büffeljoghurt. Das Birchermüsli aus diesen Zutaten übertrifft jenes vom Sprüngli. Feinen Alpkäse kaufe ich bei der Familie Gander in Gsteig, die ihre Kühe im Sommer auf der Alp d’Arpille oberhalb von Les Diablerets sömmert.

Auf meinen Märschen esse ich während der Rast Getreideriegel, Dörrfrüchte und Nüsse und trinke Tee aus meinen eigenen Teekräutern oder Alpenkräutertee vom Coop. Dazu kommt unterwegs ein Stück Traubenzucker. Ich ertrage kein Frischobst während der Marschzeit, weil es den Darm zu stark anregt. Apropos Darmtätigkeit: Bewegung und viel Obst samt Gemüse beugen der Verstopfung vor. Bei vielen MS-Betroffenen ist das ein ernstes Problem. Früher habe ich oft unter Verstopfung gelitten, aber das ist mit diesem Lebensstil kein Thema mehr. Dadurch bin ich weniger anfällig für entzündliche Erkrankungen.

Zu einem guten Leben gehören die kleinen Sünden, wenn sie in Massen genossen werden. Seit meiner Rippenprellung im Herbst 2018 ertrage ich kaum noch Alkohol. Bei einem Anlass trinke ich ein halbes Glas Rotwein zum Anstossen. Das alkoholfreie Bier hat jenes mit Alkohol nach der Wanderung ersetzt. Ich träume noch immer vom Meringue im Kemmeriboden sowie vom Meringue mit der Double Creme in Greyerz. Ich backe selber gerne einen Kuchen sowie in der Weihnachtszeit Butterbrezeln mit meinem Brezeleisen. Ich esse gerne die dunkle Naturaplan-Schokolade von Coop.
Zum Seitenanfang