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Engelberger Aa Logbuch

von Liliane Waldner


Einführung in die Engelberger Aa

Die Engelberger Aa ist ein Innerschweizer Fluss, der durch die Kantone Uri, Obwalden und Nidwalden fliesst. Sie entspringt auf 2‘291 m.ü.M. westlich des Surenenpasses und sie mündet auf 434 m.ü.M. bei Buochs in den Vierwaldstättersee. Sie ist 37 Kilometer lang.

Mehr über die Engelberger Aa auf:

https://de.wikipedia.org/wiki/Engelberger_Aa



26. Juni 2016: Buochs - Grafenort

Ausgezeichnet auf den erwarteten Regen vorbereitet, starte ich bei der Bushaltestelle Buochs, Ausserdorf. Laut der Website Meteo Schweiz sollte dort jetzt etwa 1,6 mm Regen zu erwarten sein. Es bleibt überraschenderweise den ganzen Tag trocken und bedeckt. Ich gehe zuerst Richtung Mündung der Engelberger Aa im Vierwaldstätter See. Aufgrund der Wanderweg-Beschreibung Stans - Grafenort sowie der Wegzeit vom Seefeld bis zur Einmündung des Wanderweges aus Stans in jenen Richtung Grafenort leite ich eine Wanderzeit von Seefeld bis Grafenort von gut viereinhalb Stunden ab.

Ich komme am Militärflugplatz von Stans vorbei. Nicht umsonst haben die Pilatus Flugzeugwerke ihren Sitz in Stans. Beim Oberdorf mustere ich von aussen das Werk der Holzverstromung Nidwalden. Seine Leistung entspricht dem Wärmebedarf von 700 Einfamilienhäusern und dem Strombedarf von 1‘500 Einfamilienhäusern. Es versorgt die Pilatus Flugzeugwerke sowie die Kantonale Verwaltung.

Immer wieder komme ich an Fischern vorbei. Der Fluss muss fischreich sein. Bei Dallenwil raste ich und erblicke in der Höhe die Kapelle von Maria Rickenbach.  Ich erinnere mich an eine zünftige Wanderung via Glattegrat und Haldigrat zum oder vom Brisen in meinen jungen Jahren.

Ich raste ob Wolfenschiessen nochmals kurz. Danach entdecke ich einen Wasserfall oberhalb der Stegmatt. Eine einheimische Passantin sagt mir, dass dort nur so viel Wasser hinuntertost, weil es viel und stark geregnet hat. Danach folgt der Kräuterhof Neu-Fallenbach, der auf biologischer Basis arbeitet. Im Hofladen können Alpenkräuter und andere Spezialitäten gekauft werden. Jetzt ist es nicht mehr weit zum Tagesziel Grafenort mit seinem bekannten, barocken Herrenhaus. Zuvor muss ich auf das Strassentrottoir ausweichen, weil die Lampen der Tafel mit Hochwasser-Warnung blinken und die Furten entlang des Wanderweges als gesperrt melden. In Grafenort sehe ich, dass der Weg via Aa-Schlucht nach Engelberg 2 Stunden 40 Minuten dauern wird.

Links:
http://www.korporation-stans.ch/holzverstromung_technik.asp?id=02
http://www.hof-neufallenbach.ch
http://www.grafenort.ch/dynamic/page.asp?seiid=2

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30. Juli 2016: Grafenort - Engelberg

Ich habe die Tour durch die Aaschlucht für die gemeinsamen Ferien mit Gisela bei mir aufbewahrt. Ich kann mich an keine Schluchtwanderung und ebenfalls nicht an einen weiss-rot-weissen Bergweg erinnern, der so reich mit Rastplätzen und Sitzbänken ausgestattet ist wie der Erlebnisweg durch die Aaschlucht. Dieser Komfort liegt daran, dass der Weg nach dem schweren Hochwasser von 2005 durch Freiwillige wieder hergestellt worden ist. Ein besonderes Bijou ist ein Rastplatz namens Toni, der durch einen Freiwilligen mit Küchengeräten und riesigen Trinktassen ausgestattet worden ist. Die Durchsteigung der Aaschlucht dauert gut drei Stunden.

Der Weg ist bis Obermatt breit und leicht ansteigend. Oberhalb des Kraftwerkes samt Ausgleichsbecken geht der breite Weg ein Stück weiter, quert mit ersten Hängebrücken die Engelberger Aa und verzweigt sich dann. Wir folgen dem weiss-rot-weissen Schluchtweg und kommen bald an einer Sitzbank vorbei, wo wir uns in eine Art „Schlucht-Gästebuch“ eintragen. Der Bergweg ist gut angelegt und für sportliche Leute einfach zu begehen. Ich benötige trotzdem meine Zeit, um auf den Stellen mit Steinbrocken und Wurzeln meine Tritte sauber zu setzen. Gisela wäre ohne mich längst oben.

Unterwegs überholen mich die erfahrenen und tüchtigen SAC-Kolleginnen Marianne Schrag und Madeleine. Sie sagen zu mir aufmunternd: Das machst Du richtig.

Beim Eugenisee oben endet der Schluchtweg. Wir kommen auf breitem Weg an der Titlisbahn-Station vorbei, passieren den Bahnhof und streben dem Kloster Engelberg und seiner Schaukäserei zu. Dort lädt mich Gisela zu einem zünftigen Zabig ein und ich decke mich mit Käse ein. Natürlich ist auch das Kloster Engelberg eine Sehenswürdigkeit.

Links:
http://www.raonline.ch/pages/ch/res/eb/eb_aaschlucht01.html
http://www.kloster-engelberg.ch/betriebe/schaukaeserei/
  
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13. August bis 15. August 2016: Engelberg - Surenenpass retour

Aufgrund meiner gesundheitlichen Verfassung benötige ich drei Tage für die Erkundigung des Quellgebietes der Engelberger Aa am Surenenpass, die auf Urner Kantonsgebiet Stierenbach heisst. Wie im Falle des Urnerbodens, haben die expansiven Urner ihr Gebiet auch beim Surenenpass über die Passhöhe hinaus ausgedehnt, in diesem Falle auf die Obwaldner Seite. Die Kantonsgrenze liegt auf dem Passweg bei Niedersurenen beim Restaurant Alpenrösli, das bereits auf Urner Seite liegt. Dort prangt die Ortstafel von Attinghausen und hört Engelberg auf.

Tag 1:

Mein früherer Bankrats-Kollege und Sitznachbar im Bankratssaal, Rolf Walther, holt mich am Bahnhof Engelberg ab. Er trägt liebenswürdigerweise meinen schweren Rucksack bis über den Stäuber und ich trage seinen leichten Tagesrucksack. Die offizielle Wanderwegzeit vom Bahnhof bis zum Tagesziel Blackenalp beträgt etwa vier Stunden. Auf unserem Weg ragen der Hahnen, Grassen, die Spannort-Gruppe und der Schlossberg empor. Zuerst geht es entlang des Flusses durch den Eienwald, wo sich Kletterer an der steilen Felswand üben, danach erblicken wir den Golfplatz und wechseln oberhalb der Fürenalp-Talstation die Fluss-Seite. Nach einem kurzen Strassenstück gehen wir Alpweiden entlang und danach auf der Schotterstrasse zum Restaurant Alpenrösli. Dort führt mich Rolf in die lokale Spezialität, den Orangen-Most ein und er lädt mich auch zu Kaffee und Kuchen ein.

Nach dieser Rast dauert es noch eine halbe Stunde bis zur Talstation der Seilbahn Stäfeli-äbnit. Danach beginnt bald die Steilstufe bis zum Stäuber, dem Wasserfall des Stierenbachs. Dieses Stück ist als T2-Bergweg zu werten. Von dort kommt der Titlis prominent ins Blickfeld. Beim Stäuber oben rasten Rolf und ich noch kurz. Danach tauschen wir die Rucksäcke und trennen uns. Er strebt seiner Familie in Engelberg unten zu und ich der Blackenalp.

Ein Einschub: Das Helikopter-Geräusch, das wir auf einem guten Teil des Wegstückes vom Titlis her hören, ist leider von einem tödlichen Unfall eines Base-Jumpers ausgelöst worden. Der am gleichen Tag stattfindende Titlis-Lauf, an dem Rolfs Sohn ebenfalls mit seiner Freundin teilnimmt, ist reibungslos verlaufen.
Der Weg vom Stäuber zur Blackenalp dauert weniger als eine Stunde. Gegen die Alp hinzu kommen mir eine Frau und ein Junge mit Hirtenstab entgegen. Die Frau begrüsst mich und fragt mich: „Bist Du die Liliane?“ Ich antworte: „Ja, dann bist Du die Caroline?“ Wir begrüssen uns herzlich und die tüchtige Allgäuerin, die den Gastwirtschaftsbetrieb mit ihren Hilfen schmeisst, umsorgt mich während des Aufenthaltes aufmerksam. Jetzt geht sie mit dem Neffen ihres Freundes die Kühe zum Melken holen.

Nach der Ankunft besuche ich die kleine Blacken-Kapelle und bete darin. Danach finde ich unter der Kapelle einen bequemen Sitzplatz aus Stein, wo ich meine Seele baumeln lassen kann. Das Haus ist mit Gästen voll. Es gibt älpler-Makronen zum Nachtessen. Danach plaudern wir. Ein Freiburger aus Tafers zieht sein Lieder-Büchlein hervor und wir singen Volkslieder. Vor dem schlafen gehen warten wir auf Sternschnuppen. Es funkelt mal irgendwo kurz. Die Milchstrasse leuchtet über uns. Neben mir liegt allerdings ein eigentliches Sägewerk im Massenlager - und ich finde im Dunkeln meine Ohropax nicht. Praktisch ohne Schlaf stehe ich auf.

Tag 2:

Nach dem Frühstück mit Käsebrot und heisser Schokolade aus der Alpenmilch breche ich mit leichtem Gepäck auf die finale Etappe auf. Ich fülle meine Trinkflaschen mit dem frischen Alpenwasser vom Brunnen. Die Wegzeit ist mit einer Stunde 35 Minuten bis zum Surenenpass angegeben. Ich benötige das Doppelte. Der sportliche Weg, der auch einige Bäche quert, ist technisch für mich gut machbar. Ich brauche meine Zeit für die Tritte, aber es ist nirgends nötig, mich an einem Felsblock festzuhalten. Am Schluss steigt der Weg sehr steil an. Nach dem Kreuz ist es nicht mehr weit bis zur Surenenpass-Schutzhütte und zum Pass. Ich stoppe bei der Schutzhütte, denn es macht mich nach durchwachter Nacht nicht an, die restlichen paar Meter bis zum Pass-Wegzeichen zu gehen. Die Menschen reihen sich dort wie die Bergdohlen auf und ich will mich auf diesem Gelände nicht auf einem so bevölkerten Platz bewegen. In der Schutzhütte auf Pass-Höhe trage ich mich in das Hüttenbuch ein, raste und sammle mich für den steilen Abstieg. Ich geniesse natürlich vorher den Blick zum Titlis gegenüber und zu den Quellbächen des Stierenbachs. Ich nehme vor allem das sehr steile Stück unterhalb des Passes mit sehr kleinen Schrittchen in Angriff. Weiter unten geht es besser voran. Es reicht mir gut für den Zvieri mit dem ersehnten Orangenmost, einem Kaffee und hausgemachten Stück Kuchen.

Danach gehe ich wieder in die Kapelle zum Gebet und auf meinen Sitzplatz. Ich staune ob der Rinder, die auf luftiger Höhe weiden. Ich müsste mich für die Abstiege jeweils in so einen Vierbeiner verwandeln können. Ein Jäger (ohne ein Gewehr) kommt über eine Weide heran. Er bringt die Murmeltiere in Aufruhr. Sie rennen im Dutzend den Hang hinunter, leider nicht nahe genug bei mir, um die putzigen Kerle zu fotografieren. Ich treffe den Jäger bei der Alp und erfahre, dass er gegen 30 Kilo Material in die Jagdhütte oben geschleppt hat, um sie für die Jagdsaison vorzubereiten. Dann ist Zeit für das Nachtessen. Es gibt wieder herrliche älplermakronen mit Apfelmus. Sie sind mit dem frischen Alpenrahm köstlich. Als Alternative hätte ich eine Suppe haben können, aber solche älplermakronen  gibt es nur hier.
Die Abendunterhaltung ist sehr anregend. An meinem Tisch sitzen die in London lebende Irin Minna, die Grossmutter ist sowie Karen und Robert, ein Ehepaar aus der Nähe von Pforzheim. Die Irin kennt die Schweiz bereits von früheren Wanderungen und ist auf der Alpenpassroute nach Montreux. Echt britisch hat sie eine Dose mit englischen Teebeuteln dabei. Sie hat einige Jahre in Rumänien gearbeitet und ist von Rumänien bis London gelaufen. Ebenfalls hat sie die Jakobsroute mehrmals absolviert. Sie ist 64 Jahre alt und fit wie ein Turnschuh. Robert ist von Beruf Chirurg und Deutsch-Afrikaner. Auch Karen ist eine gebildete Frau. So entspannt sich eine spannende Unterhaltung. Ich frage am Schluss Minna, ob sie die Via Francigena ebenfalls kennt und erwähne St. Maurice sowie die Legende der thebäischen, christlichen Legion. Von ihr erfahre ich, dass die Iren von den Kopten christianisiert wurden und die gälische Kultur von den ägyptischen Kopten beeinflusst wurde. Bekanntlich hat der irische Mönch Gallus den christlichen Glauben nach St. Gallen gebracht. Also dürfte der christliche Glaube in Europa koptischen und somit afrikanischen Ursprung haben, eine Sache, die heute nur wenigen bewusst ist.

Tag 3:

Am Montag bleibt mir nur der wehmütige Abschied von der Blackenalp und seiner Caroline. Ich kaufe ein Mutschli. Dann steige ich nach äbnit hinab und nehme die Seilbahn zum Stäfeli. Von Rolf habe ich erfahren, dass der Bau der Bahn von der Stadt Zürich finanziert worden ist. Auf dem Weg zur Fürenalp-Talstation kehre ich im Alpenrösli ein und geniesse Rösti mit Spiegeleiern. Von der Fürenalp-Talstation nehme ich den Ortsbus zum Bahnhof Engelberg.

Links:
http://www.engelberg.ch/uebernachten-speisen/gruppenunterkuenfte/blackenalp/
http://www.kath-erstfeld.ch/kapellen-a-gotteshäuser/blackenkapelle/
http://www.uri.info/de/geschichte/sagenundlegenden/greisvonsurenen?fs=fonts
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20. November 2016: Luzern - Hergiswil  

Noch hängt die Engelberger Aa in meinem System in der Luft. Sie muss mit meinen Füssen an das Flussweg-System verknüpft werden. Wegen dem regnerischen Wetter pausiere ich an der Venoge, weil die Fortsetzung dort steil und glitschig ist. Ich nutze den Föhn, um das Engelberger Aa System mit der Reuss zu verbinden.

Bald nach meinem Abmarsch beim Bahnhof Luzern spricht mich ein MS-Betroffener Mann an. Er lebt seit 30 Jahren mit MS und treibt regelmässig Sport. Er läuft, fährt Rad und schwimmt sogar bei kalten Temperaturen im Vierwaldstättersee. Er geht immer zu Fuss oder mit dem Rad zur Arbeit. Er isst seit 15 Jahren kein Fleisch mehr. Er löst das Eisenproblem, indem er sehr viele Brennesseln isst. Er trinkt die Kräuter mit kaltem Wasser, damit sie beim Erhitzen keinen Verlust erleiden. Er nimmt täglich Leinöl. Wir wünschen uns gegenseitig alles Gute.

Das Wagner-Museum bei Tribschen bietet einen herrlichen Blick auf den See und die Berge. Ich stelle mir vor, wie inspirierend die Landschaft für Richard Wagner beim Komponieren gewesen sein muss. Wie hat sich wohl ein Föhnsturm auf die Ouvertüre zum Fliegenden Holländer ausgewirkt? Vor St. Niklausen bietet ein Biobauer auf einem Schild Fleisch ab Hofladen an. Ich denke mir: Hier kauft die Elite ein. Die urbane Schickeria fährt mit dem Velo oder Bus ab Bahnhof Luzern vor. Die Finanz- und Wirtschaftselite wohnt ohnehin in einem der herrschaftlichen Anwesen entlang dem ruhigen Strässchen nach Kastanienbaum und fährt mit der Limousine vor oder schickt das Personal zum Einkaufen. Ich raste beim Bushäuschen Krämerstein.

Danach marschiere ich ganz um die Halbinsel von Kastanienbaum und komme auch an den Weinbergen vorbei. Hergiswil und der Damm bei Stansstad sind zum Greifen nah. Der Uferweg zieht aber wieder nach Norden Richtung Horw und der Weg nach Hergiswil wird sich noch hinziehen. Ich raste deshalb beim Fussballplatz von Horw noch einmal.

Nach dem Kieswerk gelange ich auf einen reizvollen Naturweg mit dem Naturschutzgebiet des Widenbach-Deltas nach Hergiswil. Der Damm von Stansstad rückt wieder näher und die verschneiten Berge ragen scharf konturiert in den nachmittäglichen Novemberhimmel. Auf dem Asphalt der Seestrasse von Hergiswil spüren sich die Beine steif an. Es ist Zeit, dass Schluss ist und ich erreiche mit einem Pulk von Fans des FC Luzern die S-Bahn nach Luzern.

Für die von mir gewählte Route müssen viereinhalb Stunden gerechnet werden.

Links:

http://www.richard-wagner-museum.ch/de/index/index.php
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3. Dezember 2016: Hergiswil - Buochs

Ungefähr dreieinhalb bis vier Stunden müssen für die Route eingeplant werden. Zuerst suche ich einen guten Fotoblick für die Glasi Hergiswil. Dann geht es los. Im Schatten des Loppers versammelt sich beim Parkplatz entlang der Kantonsstrasse eine Gruppe Taucherinnen und Taucher. Wege, Strassen und Wiesen liegen unter einer Raureifschicht. Sie sagen mir, es sei jetzt besser, in das Wasser zu gehen, denn das Wasser ist wärmer als die eisig kalte Luft. Ich frage, was den Tauchern für ihren Tauchgang gewünscht wird. Antwort: Gut Luft.

Nach dem Queren des Damms gelange ich nach Stansstad und stehe hinter dem Bahnhof am Alpnachersee. Beim Stansstader Ried sehe ich klar, wie sich die Täler hier Richtung Engelberg und Brünig teilen. Ich habe die nächste 20‘000er Karte zu Hause liegen lassen, weshalb ich „auf Sicht“ oder einfacher ausgedrückt, der Nase entlang, weiter gehe. Es gibt in dieser Gegend niedliche Flurnamen wie Rotzloch und Galgenried. Ich raste in den Aussenbezirken von Stans bei einem Kinderspielplatz.

Ich streife Stans nur entlang des Ortsrandes und frage unterwegs ein Paar, wie es weitergehe, um an die Engelberger Aa und deren Fadenbrücke zu gelangen. Sie bestätigen mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin und bei einer Kreuzung in gleicher Richtung nach links abbiegen könne. Sie erkennen mich und die Frau sagt, sie habe gestern mit ihrer Schwester wieder über mich und den Film „Die Flussfrau“ im Schweizer Fernsehen gesprochen. Der Film hat ihnen Eindruck gemacht.

Ich finde die Abzweigung und danach geht es über eine weite Ebene Richtung Flugplatz Buochs und an diesem vorbei. Der Bürgenstock zeigt sich von einer mir ungewohnten Seite. Bei der Fadenbrücke ist die Lücke zur Engelberger Aa in meinem Fluss-Weg-Netz geschlossen. Mein zu Hause in Zürich ist jetzt mit Engelberg sowie dem Surenenpass verbunden. Grund, nochmals zu rasten. Heute habe ich heisse Bouillon in der Thermosflasche dabei und sie tut mir richtig gut. Meine Sporttherapeutin hat mir wegen meinem Natriumdefizit geraten, unterwegs Bouillon zu trinken. Ich fühle mich nach der Pause gut gestärkt und strebe flüssig nach Buochs, wo ich bei der gleichen Postautohaltestelle einsteige, bei der ich im Sommer für den Start des Engelberger-Aa-Projektes ausgestiegen bin.

Links:
http://www.glasi.ch/de/    
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